Reframing (NLP)

„An sich ist nichts weder gut noch böse. Das Denken macht es erst dazu,“

diese Worte legte einst William Shakespeare seinem Protagonisten Hamlet im gleichnamigen Werk in den Mund.

Reframing wird auch als Umdeutung oder manchmal fälschlicherweise als „Refraiming“ bezeichnet. Der wortwörtlich übersetzte Begriff der „Neurahmung“ hat sich nicht durchgesetzt, obwohl er in manchen fachbezogenen Werken auftritt.

Als klassische NLP-Methode ist das Reframing ein Teil der Grundausstattung jedes NLP-Practitioners. Das wohl berühmteste aller Interventionsmodelle im NLP ist das Format Six-Step-Reframing, das wie der Namen schon sagt, mit Reframing in sechs konkreten Schritten arbeitet.

Was bedeutet Reframing?

Reframing bedeutet nichts anderes, als dass wir einer Ansicht, einem Ereignis oder einer inneren Überzeugung einen anderen Rahmen geben. Wir nehmen diesen Ereignissen also die nachteiligen Emotionen – und das mit einfachen Mitteln. Anhand des NLP-Formats des Reframing können wir so Hürden überwinden und unser angestrebtes Wachstum erreichen. Dies setzt voraus, dass wir einmal bewusst die Perspektive ändern und mit einer anderen Sicht auf unsere Annahmen und Ansichten blicken.

Die Arten von Reframing

Im Neurolinguistischen Programmieren unterscheiden wir zwischen drei Arten von Reframing:

  • Bedeutungsreframe (Inhaltsreframe)
  • Kontextreframe
  • Verhandlungsreframe (nur teilweise als eigene Reframing-Art genannt)

Geläufig sind meist nur die zwei Arten Bedeutungsreframe und Kontextreframe.

Bedeutungsreframe

Beim Bedeutungsreframe, definieren wir die Bedeutung eines Verhaltens neu. Wir geben dem Verhalten eine neue Bedeutung, sodass sie für uns positiv bzw. problemlösend ist.

Typische Beispiele von Bedeutungsreframing sind:

Ich bin zu dick. Reframe: Ich habe viel, das man lieb haben kann.
Er nörgelt nur rum. Reframe: Er kann gut beobachten; ihm entgeht nichts.

Kontextreframe

Beim Kontextreframe hingegen bleibt die Bedeutung gleich. Wir ändern jedoch den Kontext, also die Umgebung des Verhaltens. Denn wie du dir bestimmt denken kannst, gibt es Situationen, in denen ein Verhalten durchaus wünschenswert ist. Etwa könnte Sturheit bei Preisverhandlungen von Vorteil sein.

Typische Beispiele von Kontextreframing sind:

Er ist immer vorlaut, die Lehrer machen es ihm so nur schwer. Reframe: Wenn er mal erwachsen ist, kann er Politiker werden, da ist das das beste Werkzeug dafür.

 

 

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