Mohini die weiße KönigstigerinTitelbild

Weisheitsgeschichte: Mohini die weiße Königstigerin

Mohini war eine weiße Königstigerin, die im Jahr 1960 in den Zoo von Washington D.C. kam.

Als erster weißer bengalischer Tiger außerhalb von Indien war sie eine Attraktion ohnegleichen in Amerika.

Sie lebte viele Jahre in einem etwa vier Quadratmeter großen Zwinger mit Eisenstangen und Zementboden im alten Löwenhaus des Zoos.

Mohini die weiße Königstigerin verbrachte ihre Tage damit, unruhig in ihrem Käfig auf und ab zu laufen.

Schließlich arbeiteten Biologen und Mitarbeiter daran, einen möglichst natürlichen Lebensraum für sie zu schaffen.

Sie kreierten ein großes Areal mit bewaldeten Hügeln, einem Teich und unterschiedlichen Bäumen, Sträuchern und Verstecken.

Aufgeregt und voller Vorfreude brachten sie Mohini in ihr neues und weitläufiges Gehege.

Aber es war zu spät.

Obwohl sie nun so viel Freiheit genießen konnte wie nie zuvor, suchte die berühmte weiße Königstigerin sofort Zuflucht in einer Ecke des Geländes, wo sie für den Rest ihres Lebens verweilte.

Mohini die weiße Königstigerin lief unablässig in dieser Ecke auf und ab, sodass auf einem Bereich von vier mal vier Metern kein Gras mehr wuchs und der Boden so kahl war, wie einst jener aus Zement in ihrem Zwinger.

Auch wenn die Geschichte wohl nicht ganz der Wahrheit entspricht, so demonstriert sie uns eines sehr gut – die Konditionierung und erlernte Hilfslosigkeit. Diese Weisheitsgeschichte ist eine anschauliche Metapher für unser Leben, wenn wir nicht weiter kommen, nichts neues wagen oder einfach nur auf der Stelle treten.

aus dem Buch „Mit Buddha zu innerer Balance“ von Marie Mannschatz

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